12.Tag/ Mittwoch/ 1997-10-29

India-Tour 1997

Jaipur -> Agra

Um 9 Uhr standen wir auf, damit wir in Ruhe unsere Rucksäcke packen konnten, da um 10 Uhr Check-Out-Zeit war. Aufgrund des Regens am Abend war aber leider meine gewaschene Wäsche, die ich auf den Balkon zum Trocknen gehängt hatte genauso naß wie vorher.

 
Von 10-11 Uhr frühstückten wir gemütlich und ließen uns dann von einer Rikscha in die Pink City fahren. Leider fanden wir keinen höher gelegenen Punkt, von wo aus man einen guten Blick auf die Pink City gehabt hätte. Dafür waren die Straßen für Diwali wunderschön geschmückt. Wir liefen durch die Geschäftsstraßen und kauften Soap (= Munderfrischer nach dem Essen, 40 RP), Räucherstäbchen und noch allerhand anderen Kram.


Um 12.30 Uhr ließen wir uns wieder zum Hotel zurückfahren. Dabei hatten wir eine nähere Begegnung mit einem Kamel und dessen Wagen. Irgendwie hatten sich die Räder unserer Rikscha in die Räder des Kamelwagens verhakt. Die Bernds wollten ihre Wäsche von der Wäscherei abholen. Aber als wir kurz nach halb eins dort waren, war die Wäsche noch nicht fertig, obwohl man ihnen gestern versprochen hätte, daß sie bis spätestens 12 Uhr fertig wäre. Wir gaben den Wäschern 30 Min Schonfrist, die wir mit einem Bananen-Lassi im Hotel verbrachten. Als wir wieder hinkamen war die Wäsche noch immer nicht fertig, außerdem fanden wir keinen einzigen Rikschafahrer, der unsere Bushaltestelle kannte. Zum Glück half uns ein junger Inder weiter, der auch in der Wäscherei dolmetschte, da Bernd H. noch zwei Handtücher vermißte. Kurz nach 13.30 Uhr trafen wir trotz allem an der Bushaltestelle ein. Dort wurden wir noch ein paar Meter weiter gelotst zu einem total versifften Hof, in dem der Bus stand. Wieder einmal nur Inder und keiner, der Englisch spricht.

 
Manche Bettler und Kinder sind ganz schön unverschämt. Gibt man ihnen ein oder zwei Rupee, wollen sie gleich 10 oder noch mehr und bei Keksen genügt ihnen nicht einer, sondern sie wollen gleich die ganze Packung. In solchen Fällen schalteten wir auf stur und gaben gar nichts. Wer nicht will, hat schon.

 
Die Busfahrt nach Agra verlief leicht chaotisch, da überall Leute saßen und standen. Scheinbar waren die Gangplätze billiger als die normalen Sitzplätze. Einmal machten wir Rast, aber an den meisten indischen Rastplätzen gibt es leider keine Toiletten. Nach 7 Stunden Fahrt erreichten wir endlich Agra. Mittlerweile war es schon nach 21 Uhr. Eigentlich hätte der Bus nur 5 Stunden brauchen sollen, aber vielleicht lag es auch daran, daß wir an ein paar Unfällen vorbeikamen.
 

 
Irgendwann muß bei so einer Fahrweise ja einmal etwas passieren. Bis wir endlich zum Aussteigen kamen, gab es noch einige Mißverständnisse bezüglich Aussteigen, da von den Mitfahrern auch keiner einen Plan zu haben schien, wo wer aussteigen mußte. Wir ließen uns für 40 RP zum Hotel Sheela fahren. Die Zimmer waren ganz ok (150 RP bzw. 250 RP). Also blieben wir erst mal dort und gingen nach einem kurzen Snack ins Bett.

 


 Pushkar (André und Dieter)

Schon sehr früh am Morgen schallte Musik über den See. Schöne, weiche, indische Klänge zum Aufwachen. Auch im Laufe des Tages war immer mal wieder Musik von der anderen Seite des Sees zu hören.
Laundry-Day. Wäsche waschen war angesagt. Ansonsten endlich mal ein ganz ruhiger Tag. Nachmittags unternahmen wir einen kleinen Spaziergang auf einen benachbarten Berg, um Pushkar mal von oben zu sehen.

Am Abend gingen wir in ein Restaurant und wer saß bereits drin ? Sebastien, unser Franzose vom Vortag.

Den Abend genossen wir vor dem Sunset-Cafe. Hinter uns ertönte Goa-Trance, von der anderen Seite des Sees schwebten indische Gesänge zu uns herüber. Was für eine magisch-mystische Atmosphäre. Ist hier der Mittelpunkt der Erde, das Herz Gaias ?
 
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